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🌿 Opfer, Täter, Retter – wenn wir in alten Geschichten gefangen sind

  • Autorenbild:  Silke
    Silke
  • 19. Aug.
  • 10 Min. Lesezeit

Wenn wir in alten Beziehungsmustern feststecken und wieder zu uns selbst finden



🌿 Zwischen Opfer, Retter und Verfolger

Manchmal tragen wir Geschichten, tief in uns hinein,

und glauben, so wie gestern muss es immer sein.

Wir fühlen uns machtlos, allein und klein,

und wünschen uns so sehr, endlich frei zu sein. 🌿


Mal retten wir andere, vergessen uns dabei,

mal kämpfen wir verbissen und fühlen uns nicht frei.

Mal suchen wir die Schuld und fragen: „Wer war’s?“

und merken erst viel später: Das Muster war schon da. 🌿


Opfer, Retter, Verfolger – ein Kreislauf voller Schmerz,

er dreht sich immer weiter und bindet unser Herz.

Doch wenn wir innehalten und ehrlich zu uns sind,

erkennen wir die Muster, die wir im Innern finden. 🌿


Wir müssen nicht mehr retten, was nicht zu uns gehört,

und nicht mehr weiterkämpfen, wenn unser Herz sich wehrt.

Wir dürfen Grenzen setzen und trotzdem liebevoll sein,

und müssen nicht mehr tragen, was niemals war das Dein. 🌿


Wir dürfen uns erlauben, einmal stillzustehen,

die eigene Geschichte mit neuen Augen sehen.

Was gestern uns gebunden, darf heute weiterziehen,

und was uns einst gehalten, darf langsam von uns fliehen. 🌿


Vielleicht liegt wahre Stärke nicht darin, stets stark zu sein,

sondern sich selbst zu spüren und wieder bei sich zu sein.

Nicht Opfer, nicht der Retter, nicht Verfolger in der Not –

sondern einfach du selbst, lebendig und frei von dem Gebot. 🌿


Denn deine alte Geschichte ist ein Teil von deinem Sein,

doch sie muss nicht für immer dein ganzes Leben sein.

Du darfst dein altes Drehbuch behutsam niederlegen

und Schritt für Schritt entscheiden, wohin du willst dich bewegen. 🌿


Und wenn du deine Muster mit offenem Herzen siehst,

und deiner eigenen Wahrheit ein Stück entgegenziehst,

dann darf aus alten Rollen etwas Neues entstehen:

Du darfst deinen eigenen Weg in deiner Kraft weitergehen. 🌿



Manchmal begegnen uns im Leben Situationen, die sich seltsam vertraut anfühlen.


Wir reagieren auf eine bestimmte Weise.

Wir geraten immer wieder in ähnliche Beziehungen.

Wir übernehmen Verantwortung für andere, obwohl wir eigentlich erschöpft sind.

Oder wir fühlen uns immer wieder ungerecht behandelt und fragen uns:


„Warum passiert das eigentlich immer mir?“


Vielleicht kennst du auch das Gefühl, für andere da sein zu müssen.


Du hörst zu.

Du hilfst.

Du versuchst zu vermitteln.

Du möchtest, dass es dem anderen gut geht.


Und irgendwann bemerkst du, dass du selbst kaum noch bei dir bist.


Oder du hast so lange versucht, dich zu schützen, dass du irgendwann selbst hart, wütend oder kontrollierend wirst.


Opfer. Täter. Retter.


Drei scheinbar ganz unterschiedliche Rollen.

Und doch können sie viel enger miteinander verbunden sein, als wir denken.


Das Dramadreieck nach Stephen B. Karpman beschreibt drei Rollen, die innerhalb bestimmter Beziehungsmuster auftreten können: Opfer, Verfolger und Retter.


Alberto Villoldo greift diese Rollen in seiner schamanischen Arbeit auf und betrachtet sie im Zusammenhang mit persönlichen Geschichten und alten „Drehbüchern“.


Dabei geht es nicht darum, Menschen in Schubladen zu stecken.


Vielmehr geht es darum, zu erkennen, wie wir in unserem Leben bestimmte Geschichten und Rollen entwickeln können – und wie wir diese Geschichten immer wieder weiterspielen.


Das Spannende daran:


Wir müssen nicht für immer in dieser Geschichte bleiben.



🌿 Die Geschichte, die wir über unser Leben erzählen


Wir alle tragen Geschichten mit uns.


Geschichten über unsere Kindheit.


Über unsere Beziehungen.


Über Menschen, die uns verletzt haben.


Über Dinge, die wir verloren haben.


Über Situationen, in denen wir uns allein, machtlos oder nicht gesehen gefühlt haben.


Diese Erfahrungen gehören zu unserem Leben.


Und natürlich dürfen sie ernst genommen werden.


Doch irgendwann kann es geschehen, dass aus einer Erfahrung eine feste Geschichte über uns selbst wird.


Vielleicht lautet sie:


„Ich bin immer diejenige, die alles tragen muss.“


Oder:


„Andere Menschen nutzen mich aus.“


Oder:


„Niemand versteht mich.“


Oder:


„Ich muss immer stark sein.“


Oder:


„Wenn ich mich nicht kümmere, funktioniert gar nichts.“


Vielleicht steckt in diesen Sätzen viel Wahrheit.


Aber die entscheidende Frage ist:


Bin ich diese Geschichte – oder habe ich eine Geschichte über mich entwickelt?


Das ist ein Unterschied.



🔺 Das Opfer – wenn wir unsere eigene Kraft nicht mehr spüren


Im Dramadreieck steht das Opfer für die Erfahrung von Machtlosigkeit.

Der innere Satz kann sein:


„Ich kann nichts verändern.“


„Es liegt nicht in meiner Hand.“


„Was soll ich denn tun?“


Vielleicht wartet man darauf, dass jemand anderes die Situation verändert.


Dass der Partner sich anders verhält.


Dass die Familie endlich versteht.


Dass jemand kommt und hilft.


Dass jemand einen aus dieser Situation herausholt.


Und hier möchte ich ganz bewusst unterscheiden:


Wenn ein Mensch tatsächlich Gewalt, Missbrauch oder andere schwere Grenzverletzungen erlebt, dann ist es nicht seine Schuld.


Das Wort „Opfer“ darf nicht dazu benutzt werden, Verantwortung für das Verhalten eines anderen Menschen auf die betroffene Person zu übertragen.


Darum geht es hier nicht.


Es geht um etwas anderes:


Um den Moment, in dem wir uns selbst immer weniger als handlungsfähig erleben.


Und genau dort können wir beginnen, wieder hinzuschauen.


Nicht mit Schuld.


Sondern mit Bewusstheit.


Was liegt heute tatsächlich in meiner Hand?



🤲 Die Retterrolle – wenn wir die Verantwortung des anderen übernehmen


Dann gibt es den Retter.


Vielleicht kennst du diese Rolle sehr gut.


Du möchtest helfen.


Du möchtest unterstützen.


Du möchtest verhindern, dass jemand leidet.


Du spürst, wenn es einem anderen Menschen nicht gut geht.


Und vielleicht fällt es dir schwer, einfach nur daneben zu stehen.



Du möchtest etwas tun.


Also übernimmst du.


Du hörst zu.

Du vermittelst.

Du organisierst.

Du tröstest.


Du versuchst, Lösungen zu finden.


Und manchmal merkst du erst sehr spät:


„Ich trage gerade etwas, das eigentlich gar nicht meines ist.“


Genau hier liegt eine wichtige Unterscheidung:


Helfen ist nicht dasselbe wie Retten.


Ich kann für einen Menschen da sein.


Ich kann ihn unterstützen.


Ich kann zuhören.


Aber ich kann seinen Weg nicht für ihn gehen.


Ich kann seine Entscheidungen nicht für ihn treffen.


Und ich kann sein Leben nicht für ihn verändern.


Manchmal ist der liebevollste Satz deshalb nicht:


„Ich mache das für dich.“


Sondern:


„Ich bin da. Und ich glaube daran, dass du deinen eigenen Weg finden kannst.“



⚡ Der Täter oder Verfolger – wenn aus Verletzung Kampf wird


Die dritte Position wird im ursprünglichen Modell als Verfolger bezeichnet. Im Deutschen wird dafür häufig auch der Begriff „Täter“ verwendet.


Auch hier möchte ich achtsam mit dem Begriff umgehen.


Denn ein Mensch ist nicht automatisch ein „Täter“, nur weil er sich in einer bestimmten Situation wütend, kontrollierend oder anklagend verhält.


Im Modell geht es um eine Rolle innerhalb einer Dynamik.


Der Verfolger möchte die Situation kontrollieren.


Er sucht einen Schuldigen.


Er macht Vorwürfe.


Er greift an.


Vielleicht lautet der innere Satz:


„Du bist schuld.“


„Wegen dir ist alles so.“


„Wenn du dich ändern würdest, hätten wir dieses Problem nicht.“


Und manchmal steckt hinter dieser Härte selbst eine tiefe Verletzung.


Das macht verletzendes Verhalten nicht richtig.


Aber es kann uns helfen, die Dynamik besser zu verstehen.


Denn auch der Verfolger bleibt an die Geschichte gebunden.


Er braucht jemanden, gegen den er kämpfen kann.



🔄 Wenn die Rollen wechseln


Das ist für mich einer der interessantesten Aspekte dieses Modells.


Die Rollen müssen nicht feststehen.


Sie können wechseln.


Ein Mensch fühlt sich verletzt.


Opfer.


Jemand kommt und möchte helfen.


Retter.


Die Hilfe wird irgendwann als Einmischung empfunden.


Der andere wird wütend.


Verfolger.


Der ursprüngliche Retter fühlt sich nun selbst angegriffen.


Opfer.


Und so kann sich das Ganze weiterdrehen.


Immer wieder.


Manchmal sogar innerhalb eines einzigen Gesprächs.


Genau deshalb kann es so schwer sein, solche Dynamiken zu erkennen.


Wir sind mitten in unserer Geschichte.


Wir fühlen.

Wir reagieren.

Wir verteidigen uns.

Wir erklären.

Wir kämpfen.

Wir helfen.


Und manchmal bemerken wir erst später:


„Da war ich wieder in meinem alten Muster.“



🪶 Aus der Geschichte heraustreten


Hier berührt mich besonders die schamanische Perspektive, wie Villoldo sie beschreibt.


Es geht darum, die eigene Geschichte nicht mehr nur aus der Perspektive der handelnden Figur zu betrachten.


Sondern einen Schritt zurückzutreten.


Zu beobachten.


Wahrzunehmen.


Zu erkennen:


Welche Geschichte erzähle ich eigentlich immer wieder?


Welche Rolle nehme ich darin ein?


Was passiert, wenn ich diese Rolle nicht mehr automatisch spiele?


Das bedeutet nicht, die Vergangenheit zu verleugnen.


Es bedeutet auch nicht, so zu tun, als wäre alles gut gewesen.


Es bedeutet:


Ich darf meine Geschichte anschauen, ohne für immer von ihr bestimmt zu sein.



🌿 Was hat diese Geschichte mit deiner Energie zu tun?


Aus meiner Sicht als Energiemedizinerin ist es wertvoll, nicht nur auf das äußere Geschehen zu schauen, sondern auch wahrzunehmen, wie wir selbst auf eine Situation reagieren.


Was geschieht in mir, wenn ich wieder alles für einen anderen Menschen übernehmen möchte?


Was spüre ich, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle?


Was geschieht in meinem Körper, wenn ich mich verteidigen muss?


Wo werde ich eng?


Wo werde ich unruhig?


Wo spüre ich Widerstand?


Wo verliere ich den Kontakt zu mir?


Ich möchte dabei nichts hineininterpretieren.


Nicht jedes körperliche Gefühl hat automatisch eine spirituelle Bedeutung.


Aber unser Körper kann uns sehr deutlich zeigen, dass gerade etwas in uns geschieht.


Und manchmal lohnt es sich, genau dort innezuhalten.


Nicht sofort handeln.

Nicht sofort retten.

Nicht sofort kämpfen.


Sondern erst einmal wahrnehmen.



🌱 Die eigene Kraft zurücknehmen


Der Ausstieg aus einer solchen Dynamik bedeutet nicht:


„Ich bin jetzt selbst schuld.“


Und er bedeutet auch nicht:


„Ich muss alles alleine schaffen.“


Für mich bedeutet es vielmehr:


Ich beginne wieder zu unterscheiden.


Was gehört zu mir?


Was gehört zum anderen?


Welche Verantwortung trage ich?


Welche Verantwortung darf ich zurückgeben?


Was kann ich verändern?


Was kann ich nicht verändern?


Und wo habe ich vielleicht versucht, etwas zu kontrollieren, das gar nicht in meiner Hand liegt?


Das kann ein sehr stiller Prozess sein.


Manchmal beginnt er nur mit einem Satz:


„Das ist nicht meines.“



🤍 Du darfst helfen, ohne dich selbst zu verlieren


Gerade Menschen mit viel Mitgefühl kennen diese Grenze oft sehr gut.


Sie spüren den Schmerz anderer.


Und möchten ihn lindern.


Doch Mitgefühl bedeutet nicht, dass wir alles übernehmen müssen.


Du darfst sagen:


„Ich sehe dich.“


ohne zu sagen:


„Ich löse dein Leben für dich.“


Du darfst sagen:


„Ich bin für dich da.“


ohne deine eigenen Grenzen aufzugeben.


Du darfst jemanden lieben.


Und trotzdem Nein sagen.


Du darfst jemanden verstehen.


Und trotzdem nicht alles akzeptieren.


Du darfst Mitgefühl haben.


Und trotzdem bei dir bleiben.



🌸 Und wenn du dich selbst immer wieder als Opfer erlebst?


Dann möchte ich dir nicht sagen:


„Du musst einfach aus deiner Opferrolle heraus.“


Das wäre zu einfach.


Und manchmal sogar verletzend.


Vielleicht hast du tatsächlich Dinge erlebt, für die du keine Verantwortung hattest.


Vielleicht wurdest du verletzt.


Vielleicht wurdest du nicht geschützt.


Vielleicht hast du sehr lange versucht, mit etwas zurechtzukommen, das zu schwer für dich war.


Das darf gesehen werden.


Der Weg zurück in die eigene Kraft beginnt nicht damit, das Geschehene zu leugnen.


Er kann damit beginnen, anzuerkennen:


„Ja. Das ist geschehen.“


Und irgendwann vielleicht:


„Aber ich möchte nicht, dass diese Geschichte für immer bestimmt, wer ich heute bin.“



🦅 Was wäre, wenn deine Geschichte weitergehen darf?


Vielleicht musst du deine Vergangenheit nicht verändern.


Vielleicht darfst du nur deine Beziehung zu ihr verändern.


Du kannst sagen:


„Das war ein Teil meines Weges.“


Aber nicht:


„Das ist alles, was ich bin.“


Du kannst anerkennen:


„Ich wurde verletzt.“


Aber auch:


„Ich darf heute für mich sorgen.“


Du kannst sagen:


„Ich habe lange gerettet.“


Und:


„Heute darf der andere seinen eigenen Weg gehen.“


Du kannst sagen:


„Ich habe lange gekämpft.“


Und:


„Heute darf ich eine Grenze setzen, ohne weiterkämpfen zu müssen.“



🌿 Vielleicht ist der Ausstieg nicht eine neue Rolle


Vielleicht brauchen wir am Ende gar keine neue Rolle.


Nicht Opfer.

Nicht Täter.

Nicht Retter.


Sondern einfach:


Ich.


Ein Mensch mit einer Geschichte.


Mit Erfahrungen.

Mit Verletzungen.

Mit Stärken.

Mit Entscheidungen.


Mit der Möglichkeit, immer wieder neu hinzuschauen.


Das bedeutet nicht, dass wir jederzeit frei von alten Mustern sind.


Wir sind Menschen.


Wir werden manchmal wieder reagieren.


Wir werden manchmal wieder retten.


Manchmal kämpfen.


Manchmal fühlen wir uns machtlos.


Das Entscheidende ist vielleicht nicht, nie wieder in eine dieser Positionen zu geraten.


Sondern sie früher zu erkennen.



🌙 Eine kleine Reise zu dir selbst


Vielleicht möchtest du heute einmal ganz still werden.


Denke an eine Situation, die dich immer wieder beschäftigt.


Und frage dich:


Welche Geschichte erzähle ich darüber?


Welche Rolle nehme ich darin ein?


Was erwarte ich vom anderen?


Was übernehme ich, obwohl es vielleicht nicht meine Verantwortung ist?


Wo kämpfe ich noch?


Wo versuche ich zu retten?


Wo fühle ich mich machtlos?


Und dann frage dich:


„Wie würde ich diese Situation betrachten, wenn ich einen Schritt zurücktrete?“


Nicht aus der Wut.

Nicht aus der Angst.

Nicht aus dem Bedürfnis, Recht zu bekommen.


Sondern aus einem ruhigeren Raum in dir.


Vielleicht zeigt sich etwas.


Vielleicht auch nicht.


Beides ist in Ordnung.


Es geht nicht darum, sofort eine Antwort zu finden.


Es geht darum, wieder mit dir selbst in Kontakt zu kommen.



🤍 Deine Geschichte ist wichtig – aber sie muss nicht dein Gefängnis sein


Wir können nicht ungeschehen machen, was war.


Aber wir können immer wieder neu entscheiden, wie wir heute damit umgehen.


Vielleicht ist das eine der wertvollsten Fragen überhaupt:


„Möchte ich diese Geschichte noch genauso weitererzählen?“


Vielleicht darf etwas Altes seinen Platz bekommen.


Vielleicht darf eine Verantwortung zurückgegeben werden.


Vielleicht darf ein Kampf enden.


Vielleicht darf ein Mensch seinen eigenen Weg gehen.


Und vielleicht darfst auch du deinen eigenen Weg wieder ein Stück weitergehen.


Nicht als Opfer.

Nicht als Retter.

Nicht als Verfolger.


Sondern als du selbst.


🌿 Bewusst.


🌿 Verbunden.


🌿 Mit deiner eigenen Kraft.


Und mit dem Vertrauen, dass eine Geschichte, die lange dein Leben geprägt hat, nicht zwangsläufig die Geschichte sein muss, die du für immer weitererzählst.


🦅 Vielleicht beginnt Veränderung genau dort, wo du aus der Geschichte heraustrittst und beginnst, sie mit neuen Augen zu betrachten.



🤍 Wenn du dein persönliches Thema anschauen möchtest


Vielleicht erkennst du dich beim Lesen in einer dieser Rollen wieder.


Vielleicht spürst du, dass sich ein bestimmtes Muster in deinem Leben immer wiederholt.


Vielleicht gibt es ein Thema, bei dem du schon lange das Gefühl hast:


„Ich komme hier alleine nicht weiter.“


Dann können wir dieses Thema in einer persönlichen Sitzung gemeinsam anschauen.


Ich arbeite dabei nicht mit fertigen Schubladen und möchte dir auch nicht sagen, welche Rolle du „bist“.


Vielmehr schauen wir gemeinsam auf deine ganz persönliche Geschichte:


Wo erlebst du dich als Opfer?


Wo versuchst du zu retten?


Wo gehst du in den Kampf oder übernimmst die Verfolgerrolle?



Wann wechseln die Rollen?


Und vor allem:


Was liegt hinter dieser Geschichte?


Was möchtest du heute noch festhalten?


Was darf sich verändern?


Welche Verantwortung gehört wirklich zu dir – und welche darfst du bei dem anderen lassen?


In meiner Arbeit als Energiemedizinerin und Schamanin verbinde ich diese Betrachtung mit meiner schamanischen Ausbildung an der Light Body School der Four Winds Society, die von Alberto Villoldo gegründet wurde.


Diese Ausbildung und die darin vermittelten schamanischen Ansätze bilden einen wichtigen Teil meiner heutigen Arbeit.


Dabei geht es für mich nicht darum, deine Geschichte zu bewerten.


Es geht darum, sie gemeinsam anzuschauen.


Achtsam.

In deinem Tempo.


Mit dem, was sich gerade zeigt.


Du musst nichts beweisen.

Du musst nichts erzwingen.


Und du musst auch nicht sofort eine Antwort finden.


Wir schauen gemeinsam hin.


Vielleicht erkennst du dabei ein altes Muster, das dich schon lange begleitet.


Vielleicht wird dir bewusst, wo du immer wieder Verantwortung für andere übernimmst.


Vielleicht erkennst du, wo du dich selbst zurückhältst.


Oder vielleicht entsteht einfach ein neuer Blick auf etwas, das du bisher nur aus einer einzigen Perspektive gesehen hast.


Und manchmal beginnt genau dort etwas Neues:


Nicht indem wir unsere Vergangenheit verändern.


Sondern indem wir beginnen, uns selbst und unsere Geschichte mit anderen Augen zu betrachten.


🌿 Wenn du möchtest, können wir dein persönliches Thema in einer Sitzung gemeinsam anschauen und das Opfer-Täter-Retter-Dreieck auf deine eigene Geschichte beziehen.


Du musst deinen Weg nicht alleine betrachten.


Wir können ihn ein Stück gemeinsam gehen.






🌿 Achtsamer Hinweis


Die Gedanken in diesem Beitrag orientieren sich unter anderem an Stephen B. Karpman und dem von ihm entwickelten Dramadreieck sowie an Alberto Villoldos schamanischer Betrachtung dieser Rollen und persönlicher Geschichten.


Die Begriffe werden hier als Rollen innerhalb einer Dynamik verwendet und nicht als Festlegung eines Menschen.


Insbesondere bei tatsächlicher Gewalt, Missbrauch, Bedrohung oder anderen schweren Grenzverletzungen darf dieses Modell nicht dazu verwendet werden, Betroffenen eine Mitschuld zu geben oder die Verantwortung des Verursachers zu relativieren.


Die schamanische Perspektive dieses Beitrags ist eine spirituelle und persönliche Betrachtungsweise und ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder rechtliche Beratung.

 
 
 

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